In dem Moment, als das Wolkenatlas-Sextett als Werk von Robert Frobisher zum ersten Mal erwähnt wurde, ist mein Herz stehen geblieben. Nicht lange, schließlich musste ich umblättern und weiter lesen, aber es war genug, es hat ein Knacken dort gegeben, tief in meinem Herzen, und dieses Gefühl von hilfloser Liebe ist irgendwo herausgeströmt und hat mir den Atem genommen.
Es gibt wenige Dinge, die ich so sehr liebe, wie Bücher, in denen es um ein Werk geht, das der Leser selbst nicht erreichen kann, besonders, wenn es sich hierbei um Musik handelt, ein Stück klassischer Komposition, und es kann beschrieben werden, so lange es will, es bleibt unantastbar, unfühlbar, eine Variable, die jeder selbst für sich ausfüllen muss. Es ist mächtiger als das bloße Beschreiben von Personen und von Orten. Wenn ein Film herauskommt, wird dieses Stück Musik niemals niemals richtig umgesetzt werden können.
Und so bleibt es das große Mysterium, sogar jetzt schon, wo ich kaum 200 Seiten gelesen habe. Es ist etwas Erhabenes. Ich habe andere Bücher gelesen, in denen es auch um so etwas ging, habe die Namen natürlich allesamt vergessen. Da gab es eins, wo der Protagonist einen Song gehört hat und den in einem Musikladen vorgesungen hat, irgendwas von Bach, denke ich. Es gibt This Lullaby von Sarah Dessen, aber das ist etwas anderes. The Fault in Our Stars handelt von anderen Büchern, wiederum, auch diese sind nicht greifbar. High Fidelity und Juliet, Naked fallen mir noch ein, beide von Nick Hornby. Im Film Das Leben der anderen gibt es Die Sonate vom Guten Menschen, auch wenn die natürlich im Film gespielt wird.
Auch die Kompositionen von Vyvyan Ayrs interessieren mich. Alles an dem Buch interessiert mich. Luisa Rey hätte ein Charakter werden können, der Wirklich Wichtig für mich ist. Nun gut, ich bin sicher, das verwebt sich alles noch.
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